Am 27. Januar 2022 jährt sich zum 77. Mal der Tag, an dem die Überlebenden im Konzentrationslager Auschwitz befreit wurden. Mit dem „Erinnerungstag im deutschen Fußball” gedenken die DFL Deutsche Fußball Liga und die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga am 20. und 21. Spieltag der Opfer des Nationalsozialismus. 2004 wurde der Gedenktag durch die Initiative „!Nie wieder” geschaffen, um die Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau mit Leben zu erfüllen.

In diesem Jahr soll besonders an die Menschen erinnert werden, die aufgrund ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Sie gehörten für die Nationalsozialisten zu sogenanntem „unwerten Leben“. Aus psychiatrischen Krankenhäusern, aus geschlossenen Heimen und aus der eigenen Familie wurden kranke und behinderte Menschen in „Tötungsanstalten“ transportiert. Viele Zehntausende sind ermordet worden, darunter mehr als 10.000 Kinder.

Auch heutzutage gibt es Vorbehalte gegenüber psychisch, geistig oder körperlich behinderten Menschen, die unter anderem mancherorts auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sowie häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Viele Menschen mit chronischen und psychischen Beeinträchtigungen sprechen hierüber nur ungern mit ihrem erweiterten sozialen Umfeld. Die Angst der Menschen ist zu groß, auf ihre Hilfsbedürftigkeit reduziert, nicht (mehr) ernstgenommen, abgestempelt und ausgegrenzt zu werden.

Der Leitgedanke der 2008 in Kraft getretenen UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen lautet: Menschen mit Behinderungen sollen sich nicht anpassen müssen – stattdessen steht unsere Gesellschaft in der Pflicht, Voraussetzungen für eine gemeinsame Teilhabe zu schaffen.


Der Fußball berührt Menschen und bringt sie zusammen

Fan-Initiativen, Clubs, Verbände und ihre Stiftungen engagieren sich seit vielen Jahren dafür, den großen Anspruch der „Teilhabegerechtigkeit“ auf vielfältige Weise umzusetzen. Fanclubs leben nicht nur an Spieltagen eine Gemeinschaft auf Augenhöhe, ihre Mitglieder mit Behinderung gehören selbstverständlich dazu. Sie sind auch bundesweit in der BBAG (BundesBehindertenfanArbeitsGemeinschaft) organisiert. Es bestehen darüber hinaus viele Konzepte und Initiativen, die Barrierefreiheit im Stadion und auf den Fußballplätzen vorantreiben. Dafür engagiert sich beispielsweise KickIn!, eine deutschlandweit tätige Beratungsstelle für Inklusion, die sich seit 2017 für Vielfalt und Teilhabe aller Menschen im Fußball, unabhängig von körperlichen und geistigen Fähigkeiten, aber auch von Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung, sozialer oder ethnischer Herkunft und Religion einsetzt.

Ziel des Fußballs ist es, als gutes Vorbild für eine inklusive Gesellschaft zu wirken und klar „Nein“ zu jeder Form von Ausgrenzung zu sagen. Gemeinsam möchten wir vor diesem Hintergrund erinnern und das Leitbild der Initiative unterstützen: „!Nie Wieder“.

Der vorliegende Aufruf wurde verfasst von der Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“. Das Netzwerk aus Fangruppen, Fanprojekten, antirassistischen Bündnissen, Amateur- und Proficlubs, der DFL und des DFB, sowie zahlreichen Personen und Institutionen aus der Zivilgesellschaft, organisiert seit 18 Jahren den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“, an den Spieltagen um den 27. Januar. Kernpunkte der Kampagne sind das Erinnern an das unendliche Leid, das Millionen Menschen in der NS-Zeit erfahren mussten. Ein besonderer Blick gilt den preisgegebenen Mitgliedern der Fußballfamilie, sowie die unbedingte Forderung, alles heute zu tun, „dass Auschwitz nie mehr sei!“.

Darüber hinaus versteht sich die Kampagne als historischen und politischen Lern- und Aktionsort, an dem sich Menschen, die den Fußball lieben, generationsübergreifend, mit klugen und kreativen Aktionen im Stadion und in der Zivilgesellschaft für ein demokratisches, den Menschenrechten verpflichtetes Gemeinwesen, engagieren.

Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln!

Der Rom e.V. erhält einen Projektkostenzuschuss des Kölnisches Stadtmuseums für das Projekt „SpuRom:nja“ / im Format einer (digitalen) Stadtführung werden die Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln bewahrt / der Rom e.V. kooperiert dabei mit dem Kölner Fanprojekt

Köln, 10.01.2022:
Der Kölner Rom e.V. erhält vom Kölnischen Stadtmuseum einen Projektkostenzuschuss für das Projekt „SpuRom:nja“. Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln“. Im Projekt wird eine Stadtführung zu verschiedenen (Erinnerungs-)Orten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln konzipiert, die an nationalsozialistische Verbrechen, an rassistische Kontinuitäten und an den Kampf um Bürger:innenrechte erinnern. Die Stadtführung wird über eine App auch digital zugänglich gemacht werden und es wird eine Begleitbroschüre entstehen. Von Januar bis Dezember 2022 wird „SpuRom:nja“ in Zusammenarbeit mit dem Kölner Fanprojekt realisiert werden.

Mit dem Projekt möchten wir den Beitrag von Rom:nja und Sinti:ze zur Kölner Stadtgeschichte hervorheben. Bereits vergessene Orte und ihre Geschichten können so bewahrt werden,“ teilt die Projektleiterin Lisa Willnecker mit. „Ich sehe in dem Projekt die Möglichkeit Antiziganismus ebenso wie der bis heute andauernden Marginalisierung der Communities entschieden entgegenzuwirken,“ ergänzt der wissenschaftliche Referent, Redjep Jashari. Zahlreiche Dokumente und Fotos zur Bürger:innenrechtsbewegung seit Ende der 80er Jahre liegen im internen Archiv und Dokumentationszentrum des Kölner Rom e.V. und sind für die Konzeption der Stadtführung und deren digitaler Überführung von immenser Bedeutung. Der Projektkostenzuschuss ermöglicht auch die dringend notwendigen konservatorischen Maßnahmen, um einzigartige Bildwerke, Transparente und Dokumente des Archivs zu erhalten.

Zielgruppe des Projekts sind insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, die vor allem auch mithilfe der digitalen App adressiert werden sollen. Unterstützung erhält der Rom e.V. dabei vom Kölner Fanprojekt. Die wissenschaftliche Referentin, Vera Tönsfeldt betont: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Kölner Fanprojekt, die schon viele Erinnerungstouren konzipiert haben und uns bei der Konzeption und der Evaluierung mit Rat und Tat zur Seite stehen werden.“ Die Begleitbroschüre soll weitere Informationen zu den Inhalten der App bieten, um Lehrkräften eine Thematisierung mit Schulklassen zu erleichtern und Interessierten weiterführende Informationen anzubieten. Natürlich sind aber alle Interessierten eingeladen die (digitale) Stadtführung in Anspruch zu nehmen.

Ansprechpartnerin: Lisa Willnecker, lisa.willnecker@romev.de, 0221-2786076

Pressemitteilung des Rom e.V.

Wir als Kölner Fanprojekt freuen uns, das zugleich wichtige und spannende Projekt „SpuRom:nja“ zusammen mit dem Rom e.V. realisieren zu dürfen und dabei die Erinnerungskultur in Köln auf vielfältige und lebedinge Weise mitgestalten zu können.

Ein Projekt der Koordinationsstelle Fanprojekte und der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V.

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des eigenen Vereins und der eigenen Stadt, die Suche nach Verfolgten und Täter*innen im Nationalsozialismus und der Besuch von Gedenkstätten – das sind einige Beispiele für den vielfältigen Umgang von Fans, Vereinen, Vereinsmuseen,  Gedenkstätten und anderen Bildungsinitiativen mit der Geschichte des Fußball im Nationalsozialismus.

Von der Vielzahl dieser Angebote zeugen nicht zuletzt die verschiedenen Preisträger*innen des „Julius-Hirsch-Preis“, den die DFB-Kulturstiftung jährlich verleiht. 2021 ging er beispielsweise an das Eintracht-Museum aus Frankfurt.

Gemeinsam mit Paula Scholz von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme hat die KOS vielfältige Angebote der historisch-politischen Bildungsarbeit von Faninitiativen, Fanprojekten, Vereinen, Museen und Gedenkstätten gesammelt. In Kooperation mit der LAG Fanprojekte NRW ist daraus eine Landkarte entstanden, die zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber einen ersten bundesweiten Überblick vermittelt. Interessierte finden hier Informationen über die verschiedenen Projekte, Veranstaltungen oder Gedenkstättenfahrten

Wir freuen uns, dass wir als Kölner Fanprojekt mit der Tour des Gedenkens einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit der Fans, Fanprojekte & Vereine liefern und erinnerungspolitische Haltungen in Köln mitgestalten können.

Pressemitteilung des Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit

Das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ) vermisst Aussagen im vorgelegten Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien zur Ausweitung des Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiter*innen und mahnt dringend eine Überprüfung des seit beinahe 50 Jahren bestehenden Bundesverfassungsgerichtsurteils an. Die notwendigen und von allen künftigen Regierungsparteien als sinnvoll erachteten Diskussionsprozesse müssen nun innerhalb der neuen Regierung eingeleitet werden.

„Die Beratung und Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen erfordert ein Höchstmaß an Vertrauen. Das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeiter*innen verhindert regelmäßig die Thematisierung sensibler Erfahrungen von Klient*innen einerseits und erschüttert im Extremfall die bestehende professionelle Beziehung nachhaltig“, so Matthias Stein, Sprecher des BfZ. Dies ist nicht nur in Handlungsfeldern relevant, in denen Adressat*innen vermehrt dem Verdacht ausgesetzt sind, Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten zu begehen. Auch Soziale Arbeit mit Betroffenen von Gewalt und mit Menschen, die sich durch Skepsis gegenüber staatlichen Akteur*innen auszeichnen kann regelmäßig nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten, da das vertrauliche Wort im Beratungsprozess nicht vollumfänglich geschützt ist.

Im Vorfeld der Bundestagswahl erfragte das BfZ die Positionen der demokratischen Parteien im Bundestag zum Zeugnisverweigerungsrecht für die Soziale Arbeit. SPD, die GRÜNEN und die FDP betonten die Bedeutsamkeit und Besonderheit des Vertrauensverhältnisses zwischen Sozialarbeiter*innen und Adressat*innen als schützenswertes und notwendiges Gut. Während die GRÜNEN die Reform des § 53 StPO (Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger) durch die Aufnahme von Sozialarbeiter*innen in den Kreis der geschützten Berufsgruppen befürworten, erachten die SPD und die FDP eine Abwägung mit den Aufgaben der Wahrheitsermittlung im Strafprozess zuvor als notwendig. „Wir fordern die neue Regierung nun auf, diesen Diskussionsprozess tatsächlich auch in den entsprechenden Arbeitsgruppen zu führen,“ so Matthias Stein. „Die Profession der Sozialen Arbeit hat sich in den letzten 50 Jahren enorm gewandelt und ist in ihren Aufgaben und Tätigkeiten nicht mehr zu vergleichen mit der Zeit, als das Bundesverfassungsgericht in 1972 über die Ausweitung des Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiter*innen befand,“ ergänzt Michael Leinenbach, ebenfalls Sprecher des BfZ.

Frankfurt am Main, den 26.11.2021

Kontakt:
Sprecher BfZ
Michael Leinenbach                                      Matthias Stein

office@michael-leinenbach.de                     ms@fanprojekt-jena.de        
0176-22993243                                                     0173-3970701

Hintergrund:

Praktiker*innen und Berufsverbände sehen seit Jahrzehnten die Notwendigkeit der Einführung eines Zeugnisverweigerungsrechts für Sozialarbeiter*innen. Dessen Fehlen erweist sich insbesondere in jenen Arbeitsfeldern als besonders problematisch, in denen die Adressat*innen vermehrt dem Verdacht ausgesetzt sind, Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten zu begehen. Probleme gibt es auch in Arbeitszusammenhängen, in denen Sozialarbeiter*innen regelmäßig im Kontakt mit den Strafverfolgungsbehörden stehen. Schon in Kommentierungen zum SGB VIII wird unterstrichen, dass das fehlende Zeugnisverweigerungsrecht ein Rudiment aus Zeiten sei, „in der das Jugendamt noch als ‚Helfer des Gerichts‘ angesehen wurde“.[1] Ein aktuelles Rechtsgutachten[2] unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens.

Vor dem Hintergrund einer immer schwieriger werdenden Lage im Arbeitsfeld wurde bereits 2014 eine Arbeitsgruppe mit Praktiker*innen aus dem Feld der Fanprojektarbeit ins Leben gerufen, die um Vertreter*innen aus der Wissenschaft, der Trägerlandschaft sowie Praktiker*innen aus angrenzenden Bereichen der aufsuchenden Arbeit bzw. der Arbeit mit sogenannter schwieriger bzw. gefährdeter Klientel erweitert wurde und mit der analytischen Betrachtung des praktischen, berufspolitischen und juristischen Umfelds der Fanprojekte und im Weiteren auch der Sozialen Arbeit mit auffälligen Jugendkulturen begann.

Das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit wurde 2020 arbeitsfeldübergreifend von verschiedenen Bundesverbänden in Frankfurt gegründet.

Weitere Informationen: www.zeugnis-verweigern.de


[1] T. Trenczek, vor §§ 50 – 52, in: J. Münder u.a., Frankfurter Kommentar SGB VIII. Kinder- und Jugendhilfe, 7. Auflage, Baden-Baden 2013, Rz 38

[2] Prof. Dr. Peter Schruth / Prof. Dr. Titus Simon, „Strafprozessualer Reformbedarf des Zeugnisverweigerungsrechts in der Sozialen Arbeit – am Beispiel der sozialpädagogischen Fanprojekte im Fußball“, Frankfurt am Main 2018

Mehr zum Thema Zeugnisverweigerungsrecht und Fansozialarbeit findet ihr auch bei der Koordinationsstelle Fanprojekte.

Während des Länderspielwochenendes im Oktober führte das Kölner Fanprojekt eine fünftägige Fanreise nach Oslo durch, wobei viele kulturelle und geschichtliche Einblicke von der norwegischen Landeshauptstadt gesammelt wurden. Neben Spielbesuchen bei Vålerenga Oslo und der norwegischen Nationalmannschaft, wurden eine Stadtführung und Segelbootfahrt auf dem Oslofjord unternommen. Im Zentrum für Holocaust- und Minderheitenstudien gab es, im Rahmen eines bildungspolitischen Workshops, Einblicke in die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus in Norwegen. Daneben stand vor allem der interkulturelle Austausch von norwegischen und deutschen Fußballfans im Vordergrund.

Gefördert wurde die Fanbegegnung von PFIFF, dem Pool zu Förderung innovativer Fußball- und Fankultur.

Im Rahmen der Fußballkulturtage NRW veranstaltete das Kölner Fanprojekt eine inklusive Stadionführung für gehörlose und interessierte Fußballfans. Wie auch schon bei dem mehrteiligen Workshop “Talking Hands“, bei den Teilnehmenden Grundkenntnisse der Gebärdensprache vermitteln wurden, wurde die Stadionführung mit Mitgliedern des Fanclubs für Gehörlose, DEAF Cologne, durchgeführt.

Die Fußballkulturtage NRW finden jeden Oktober landesweit statt, wobei sich eine Vielzahl der Fanprojekte NRW am Rahmenprogramm beteiligen. Das ganze Programm kann hier abgerufen werden: http://www.fussballkulturtage-nrw.de/.

EFFZEH KNEIPENQUIZ

+++ NUR NOCH WARTELISTE +++

Im Rahmen der diesjährigen #FußballkulturageNRW bieten wir zusammen mit dem RUDELQUIZ ein Effzeh-Spezial Rudelbildung an.

Gequizzt wird in der Heimspielstätte der Rudelquizzer in Gottes Grüne Wiese am 6.10. um 20Uhr.

Aktuell sind leider schon alle Plätze belegt, wir setzen Euch aber gerne auf die Warteliste oder vermitteln interessierte Einzelpersonen an Teams die noch Kapazitäten haben!

Für die Besserquizzer gibt’s selbstverständlich auch etwas zu gewinnen!

🏆⚽🐐🤔📊

PRESSEMITTEILUNG DER LANDESARBEITSGEMEINSCHAFT DER FANPROJEKTE NRW E.V.

Fanprojekte NRW präsentieren 6. Fußballkulturtage NRW
Bochum, 01. Oktober 2021:



Der Ball rollt wieder und auch die Stadien im Westen füllen sich langsam aber sicher wieder mit Zuschauerinnen. Die Länderspielpause im Oktober nutzen die Fanprojekte in NRW traditionell für die Präsentation der Fußballkulturtage NRW, eine Veranstaltungsreihe mit vielfältigen Schlaglichtern auf den Fußball, die vom 3. bis 15. Oktober 2021 verteilt auf das gesamte Bundesland stattfinden. Kulturveranstaltungen sind fester Bestandteil der politischen Bildungsarbeit im Fußball, mit den Fußballkulturtagen NRW bieten die sozialpädagogischen Fanprojekte auf nordrhein-westfälischer Landesebene erneut ein breites Spektrum an verschiedenen Formaten, Stadtrundgänge mit Fußballbezug, Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, Diskussionen oder Quizabende bilden eine umfangreiche Veranstaltungsreihe, bei der es in der Hauptsache um eines geht: König Fußball. Fußball begeistert nach wie vor die Massen, gesellschaftliche Phänomene bilden sich im Fußball dennoch deutlicher ab, als in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dies spiegelt sich in den Themen der Veranstaltungsreihe wider, der Film „Workers Cup“ oder der Vortrag „Boykott Katar“ thematisieren beispielsweise die miserablen Bedingungen der Arbeiter im kommenden WM-Gastgeberland Katar. Weiter werden Blicke in fremde Fankulturen geworfen, neben England und Syrien geht die Reise bis nach Indonesien oder Belarus. Wer lieber selber die Schuhe schnüren möchte ist ebenfalls herzlich eingeladen einen der vielen lokalen Themenrundgänge im Rahmen der Spurensuchen zu begleiten: in Bielefeld, auf Schalke und Duisburg zu Fuß, in Wuppertal mit der Schwebebahn. Das jüdische Museum in Dorsten bietet zudem erstmals einen Rundgang zum jüdischen Fußball in Westfalen an, ein weiterer wichtiger Baustein in der Erinnerungsarbeit im Netzwerk. Angebote zum Thema Inklusion, Teilhabekämpfen von Frauen im Fußball, die preisgekrönte Dokumentation „Schwarze Adler“ oder eine Baustellenführung für Fußballromantikerinnen auf der Grotenburg bilden neben vielen tollen weiteren Angeboten die Möglichkeit mit anderen Fans und Fußballinteressierten in den Austausch zu kommen. Wie die Fanprojekte in NRW stehen nämlich auch die Fußballkulturtage für den Dialog. Nutzt die Chance, seid dabei, einzige Voraussetzung: geimpft, genesen oder getestet.
Einen Einblick in die Vielfalt des Programms erhaltet Ihr unter: http://www.fussballkulturtage-nrw.de/

Unter dem Motto “Fußball ist immer noch wichtig – Bewegte Zeiten für die Fansozialarbeit” diskutierten in Mainz in der vergangenen Woche rund 160 Fanprojektmitarbeiter*innen aus den aktuell 70 Fanprojekten deutschlandweit über die Herausforderungen in der Coronakrise und die Perspektiven für „den Fußball“.

Auch das Kölner Fanprojekt war mit von der Partie und wir bedanken uns ganz herzlich für den spannenden Input, den bereichernden Austausch und diese rundum gelungene Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V..

Über die Herausforderungen und Chancen für die Fanprojektarbeit während der Covid19-Pandemie hat die die Koordinationsstelle der Fanprojekte eine Broschüre herausgebracht. Dort findet ihr weitere Einblicke wie die Fanprojekte kreativ und professionell auf die Pandemieentwicklung reagiert haben. Mehr Infos unter: www.kos-fanprojekte.de

Zusammen mit zahlreichen anderen bunten Vereinen und Institutionen darunter dem Deutschen Fußball-Bund mit seiner Anlaufstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, dem Fußballverband Mittelrhein, dem 1. FC Köln, dem Landessportbund NRW, dem SC Janus Köln e.V. und dem Come-Together-Cup setzte auch das Kölner Fanprojekt ein deutliches Zeichen für weltoffene Vielfalt und gegen jede Art von Diskriminierung im Sport.

Wir haben uns gefreut im Rahmen der ColognePride die „Regenbogen-Sportarena“ im CSD-Veedel mit betreuen und gestalten zu dürfen.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem besonderen Event findet ihr beim Fußballverband Mittelrhein, hier entlang!