DISKRIMINERUNG BEOBACHTET ODER ERFAHREN –> HIER MELDEN!

Mehr als in anderen Sportarten werden im Fußball gesellschaftspolitische Dynamiken sichtbar. Die Ausdrucksformen sind vielfältig (Gewalt, Diskriminierung, Ethnisierung etc.). Gleichzeitig kann der Fußball diese sozialen Tendenzen und Phänomene mit seinen Strukturen beeinflussen und kreativ mitgestalten. Der Fußball in seiner Vielfalt ist damit als wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur zu begreifen. Eine Kategorisierung, statistische Verarbeitung und analytische Auswertung von diskriminierenden Vorfällen finden jedoch bislang trotz der regelmäßigen Erhebung von Daten im Bereich Gewalt (ZIS-Berichte) nicht statt.

Um dieser Aufgabe in Nordrhein-Westfalen gerecht zu werden, wurde das Pilotprojekt einer internetmediatisierten „Meldestelle für Diskriminierung im Fußball in NRW“ (kurz: MeDiF-NRW) eingerichtet. Es schafft für das bevölkerungsreichste Bundesland ein Forum, damit derartige Vorfälle erstmalig systematisch und nach transparenten Kriterien gesammelt, dokumentiert und ausgewertet werden. Finanziert wird das Projekt durch die Staatskanzlei NRW und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

MeDiF-NRW ist angesiedelt bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW e.V.  Sämtliche Arbeitsschritte erfolgen in enger Abstimmung und Kooperation mit einem breit gefächerten Netzwerkverbund. Hierzu gehören Vereine (Profi- und Amateurbereich), Verbände (inkl. Fußballverbände auf Landesebene, Fußballkreise), Bünde im „Sportland NRW“, Schulen (z.B. Schule gegen Rechtsextremismus), universitäre Institutionen (z.B. Ruhr-Universität Bochum) sowie zivilgesellschaftliche Organisationen, die im Feld Rechtsextremismusprävention, Demokratieförderung und Politische Bildung aktiv sind (z.B. Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW und Opferberatungen in NRW).

Ziel von MeDiF-NRW ist es:

  1. Diskriminierung sichtbar machen
  2. Betroffenen helfen
  3. Diskriminierung systematisch erfassen und auswerten
  4. Akteur*innen mit Angeboten und Handlungsempfehlungen Hilfestellung geben
MeDiF

Eine Podiumsdiskussion zum Coming-Out im Profifußball

12. Juni 2024 // 19:30 Uhr
Hörsaal 2, Deutsche Sporthochschule

Gemeinsam mit dem Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) wird GeStiK am 12.06.24 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Coming Out im Profifußball“ veranstalten (s. angefügten Flyer). Inhaltliche Anknüpfungspunkte sind zum einen der Film „Das letzte Tabu“ (derzeit nur bei amazon prime zu sehen), der die ausgrenzende Atmosphäre sowie die offenen Ablehnungen insbesonders von schwulen Männern im (Profi)Fußball beleuchtet. Zum anderen war für den 17.05.24 ein Gruppen-Coming Out, auch mit deutscher Beteiligung, geplant. Diese Aktion wurde von einer umfassenden Medienkampagne begleitet. Das große Coming-Out blieb jedoch aus. Nicht ein Spieler beteiligte sich bislang öffentlich an der Initiative. Wir werden mögliche Gründe erörtern, ebenso wie auf die vielen hämischen Kommentare dazu eingehen, die vor allem in den sozialen Netzwerken zu finden sind. Vor dem Hintergrund der Mitte Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft der Männer möchten wir also mit Expert*innen aus Sport, Wissenschaft und Verbänden die öffentlichen Reaktionen analysieren, die soziokulturelle und politische Bedeutung und Dimension des Profi-Sports diskutieren, aber auch über individuelle Bezüge sprechen und laden Euch/Sie herzlich dazu ein.

Die Podiumsteilnehmer*innen sind:

  • Marcus Urban, ehemaliger Profifußballer, beteiligt am Film „Das letzte Tabu“  und Initiator des geplanten „Gruppen-Coming-Outs
  • Dr. Birgit Braumüller, arbeitet und forscht an der DSHS Köln zu Homophobie im Sport
  • Christian Rudolphm, von der Kompetenz- und Anlaufstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Fußball, das ein gemeinsames Projekt des LSVD und DFB ist
  • Henni Hübel, Kölner Fanprojekt
  • Tobias Thomas, Manager der Fußballabteilung des ESV Olympia Köln und Projektleitung FU24BA7L
  • Dr. Dirk Schulz, Gender Studies in Köln, Wissenschaftskommunikation

Moderation: Lena Sieberg, Referentin im Bereich Diversity

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig!

Wie Fußball-Fankultur den sozialen Zusammenhalt fördert!

VORTRAG & PODIUMSDISKUSSION

📌29.04.2024 // 19:30
📍LOTTA

Fußball-Forschung trifft Fußball-Kneipe:

Sechseinhalb Wochen vor EM-Beginn startet die LOTTA ihr Begleitprogramm zum Turnier. Auch die Europawahl wirft ihre Schatten voraus. Deshalb laden Tobias Finger und Vincent Reinke vom FANZinE-Projekt der Uni Mainz ein um mit Euch und dem Kölner Fanprojekt über ihre Erkenntnisse zu den Potenzialen von Fußball-Fankultur für Europa zu diskutieren.

Europameisterschaft und Europapokal, internationale Auswärtsreisen, Top-Stars und -Ligen: Der Fußball eröffnet seinen Fans eine identitätsstiftende Lebenswelt für vielfältige Erfahrungen mit Europa. Angesichts zunehmender Politikverdrossenheit und der Erosion traditioneller sozialer Institutionen bietet Fankultur damit ein besonderes Massenphänomen für einen Kontinent in Krisenzeiten.

Erkenntnisse des FANZinE-Forschungsprojekts der Uni Mainz zeigen: Fußballfans identifizieren sich stärker mit Europa und der EU als Nicht-Fans. Länderübergreifende Freundschaften, Kontakte und Organisationen fördern sozialen Zusammenhalt und das europäische Selbstverständnis.
Doch positive Effekte von Fankultur für Europa sind nicht garantiert. Fans fordern ihre demokratische Einbindung in Entscheidungsprozesse, kritisieren zunehmenden Kommerz und Ungleichheiten im europäischen Fußball. Ohne gemeinsames Erleben auch kein Gemeinschaftsgefühl.
Wie müssen Fußball und Fankultur also gestaltet werden, um ihr verbindendes Potenzial für Europa zu entfalten?

Mit Blick auf diese und weitere Fragen präsentieren Tobias Finger und Vincent Reinke die Ergebnisse des FANZinE-Projekts. Anschließend diskutieren wir gemeinsam mit dem Kölner Fanprojekt und Euch.

Kommt am 29. April in die LOTTA und redet mit über den gesellschaftspolitischen Wert des europäischen Fußballs und seiner Fans.

Vom 19. bis 21. März ging es für uns nach Oberhausen zur Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte unter dem diesjährigen Motto „Financial Fairplay – Qualität in der sozialpädagogischen Fanarbeit nachhaltig sichern.“. Vor allem für die beiden neuen Kolleginnen ein guter Start in die Arbeit und eine Chance, um die Kolleg*innen der anderen Fanprojekte kennenzulernen und in den Austausch zu kommen.

Der erste Tag fing mit einem „Markt der Möglichkeiten“ an. Die Fanprojekte aus NRW haben dazu themenspezifisch ihre Angebote vorgestellt. So gab es zum Beispiel Impressionen aus den Bereichen offene Jugendarbeit, Begegnungsfahrt oder Gedenkstättenarbeit. Alle Beteiligten kamen in einen guten Austausch darüber, welche Projekte es an welchen Standorten gibt.

Auch die Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW hat über ihre Arbeit informiert und dabei auch die Meldestelle für Diskriminierung im Fußball, kurz MeDiF, vorgestellt.

Es gab ein buntes Bühnenprogramm mit verschiedenen Sprecher*innen (u.a. Bürgermeister der Stadt Oberhausen, Sprecher DFB/DFL, Präsident des SC Rot Weiß Oberhausen), musikalischen Pausen und einem Grußwort von Josefine Paul (Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) Der Abschluss erfolgte mit einem Impulsvortrag von Michael Gabriel der Koordinierungsstelle sowie einer Podiumsdiskussion zum Tagungsthema.

Am nächsten Tag standen Workshops auf dem Programm. Teilgenommen wurde an den Workshops mit Themenschwerpunkt „sexualisiertes Verhalten im Fußball“ sowie „Verhaltenssicherheit am Spieltag. Grenzen und Möglichkeiten im Umgang mit polizeilichen Maßnahmen für FP-Mitarbeiter*innen“.

Im Workshop zum Thema Sexismus gab es vor allem die Möglichkeit verschiedene Formen von Sexismus korrekt zu benennen und einzuordnen und anhand von Fallbeispielen Handlungssicherheit zu erlangen sowie Situationen theoretisch zu besprechen. Außerdem gab es die Möglichkeit für einen guten fachlichen Austausch, der von allen Teilnehmenden aktiv gestaltet und genutzt wurde.

Im Workshop zur Verhaltenssicherheit am Spieltag wurde über verschiedene Situationen gesprochen, die im Spieltaggeschehen aufkommen können. Dabei wurde ein Planspiel durchgeführt und eine Beispielsituation dargestellt. Durch die Teilnahme von Kolleg*innen mit unterschiedlichen Berufserfahrungen, konnten anregende Diskussionen geführt werden. Natürlich kam auch das bislang weiterhin fehlende Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit zur Sprache.

Am Abend konnten wir bei dem Fußballquiz mit Ben Redelings noch unser Wissen testen, bevor der Tag ausklang.

Am letzten Tag fand die Jahreshauptversammlung der BAG e. V. statt, bevor wir uns wieder auf den Weg ins schöne Köln machten. Bis nächstes Jahr zur Jahrestagung im Süden!

Solidarität mit den Kolleg*innen in Karlsruhe!

Im Rechtsstreit zwischen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und dem dortigen Fanprojekt haben die betroffenen Kolleg*innen Strafbefehle wegen Strafvereitelung in Höhe von jeweils 120 Tagessätzen á 60 Euro erhalten. Dies erfolgte im Zuge von Aussageverweigerungen der Mitarbeitenden des Fanprojekts, welche sich auf ihre Schweigepflicht bezogen, um das Vertrauensverhältnis zu ihren Adressat*innen und somit ihre sozialarbeiterische Arbeitsgrundlage zu schützen. Die Folgen waren Ordnungsgelder, Androhung von Beugehaft und nun Strafen in einer völlig verheerenden Dimension. Sollten die Strafbefehle Rechtsgültigkeit erlangen, wären die Betroffenen vorbestraft und schließlich auch mit massiven Strafzahlungen konfrontiert. Neben den persönlichen Schicksalen sieht das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ) hier auch einen massiven Eingriff in die Profession und Berufspraxis der Sozialen Arbeit.

„Wir müssen hier von einer eklatanten Bedrohung der Sozialen Arbeit insgesamt sprechen“, erklärt Georg Grohmann, Sprecher des BfZ. „Die Bundesregierung muss endlich aufwachen und ihr Desinteresse an dieser Thematik beenden, soll Soziale Arbeit weiterhin für die Gesellschaft wirksam sein.“ Matthias Stein, ebenfalls Sprecher des BfZ, ergänzt: „Bereits die Bestrafung der Kolleg*innen ist indiskutabel, die Höhe der Strafe skandalös! Wir stehen hinter den Mitarbeiter*innen des Fanprojekts und sichern ihnen unsere Unterstützung zu.“

Die Ermittlungen der Karlsruher Staatsanwaltschaft aufgrund eines Pyrotechnik-Vorfalls im Oktober 2022 haben nun untragbare persönliche Auswirkungen für die Sozialarbeitenden im Fanprojekt. Die gelungene sozialarbeiterische Aufarbeitung der Folgen des Einsatzes von Pyro-Technik zwischen Geschädigten und Fanszene zeigt die Wirksamkeit der Tätigkeiten im Fanprojekt: Sie boten den geschützten Raum, um Aussprache, Verantwortungsübernahme und Entschuldigung möglich zu machen.

Der Zugriff auf diese sensiblen Informationen durch die Staatsanwaltschaft war für die Fanprojektler*innen keine Option, eine mögliche Schließung des Fanprojekts aufgrund von Vertrauensverlust eine realistische Folge. Die Alternative hieß, das besondere Vertrauensverhältnis -und damit die Arbeitsgrundlage für das Fanprojekt – zu schützen und zu schweigen, jedoch nun persönlich dafür die Konsequenzen tragen zu müssen.

Änderungen herbeiführen kann der Gesetzgeber. „Die ablehnende Haltung der Bundesregierung macht leider deutlich, dass die Notwendigkeit eines Zeugnisverweigerungsrechts für die Soziale Arbeit, die Dynamiken, welche Vorladungen und Ermittlungen auslösen sowie ihre dramatischen Auswirkungen für die Praxis auf politischer Ebene immer noch nicht verstanden wurden“, so Matthias Stein.

„Wir fordern das Justizministerium auf, sich endlich inhaltlich mit unserem Anliegen auseinanderzusetzen, anstatt immer wieder das überholte Verfassungsgerichtsurteil von 1972 zu bemühen“, ergänzt Georg Grohmann. Ein aktuell von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vorgelegtes Rechtsgutachten liefert hierfür konkrete Vorschläge, wie die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts mit den zu schützenden Vertrauensverhältnissen der sozialarbeiterischen Praxis in Einklang gebracht werden können.

Abschließend betont Matthias Stein: „Wir können es uns überhaupt nicht erlauben, hier Ruhe zu geben, wir müssen uns und unsere Arbeit schützen.“ Das BfZ wird am kommenden Dienstag zum Internationalen Tag der Sozialen Arbeit (19.03.2024) eine Kundgebung vor dem Justizministerium in Berlin abhalten, um den Druck zu erhöhen und weiter Öffentlichkeit für die Problematik herzustellen. Sozialarbeiter*innen und Unterstützer*innen des Anliegens sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Kontakt zu den Sprechern des BfZ:

Matthias Stein
ms@fanprojekt-jena.de
0173-3970701  

Georg Grohmann
grohmann@bag-streetwork.de
0157-71418265

Die Pressemitteilung können Sie auch hier herunterladen.

15.03.2024, BfZ

Vom 26. April bis zum 2. Juni Workshops der FC-Stadionakademie im „Stadion der Träume“ buchen!

Unser Lernort Stadion, die FC-Stadionakademie ist Teil des Kulturprogramms, welches das Deutsche Sport & Olympia Museum im Vorfeld der EM 2024 anbietet.

Gemeinsam mit Partnerinnen des Museums freuen wir uns eine Reihe von Workshops anzubieten, die den Fußballsport und die damit verbundene Kultur aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Alle Workshops werden durchgeführt von erfahrenen Referentinnen. Bei den Angeboten des Kölner Fanprojekts können sich die teilnehmenden Schülerinnen im Klassenverband mit sozialen Medien & Fakenews (Schwalbenkönig), Formen von Diskriminierung (You’ll never walk alone) und Fanszene und Fankultur (Der 12. Mann) auseinandersetzen. Im angebotenen Workshop mit Karen Petry stehen Klimaschutz und nachhaltige Vereine im Mittelpunkt. Workshops über stadiondertraeume@sportmuseum.de buchen.

Deutsches Sport & Olympia Museum

Workshops der FC-Stadionakademie


Schwalbenkönig

Jeder Jugendliche nutzt die sozialen Medien mehrere Stunden täglich und posted, liked, teilt oder kommentiert. Aber was wissen die Apps über mich? Was speichern sie? Welche Firmen stecken hinter den Apps? Wer sieht, was ich online stelle? Welche Informationen sind wahr und welche erfunden? Durch Übungen und das Reflektieren der eigenen Nutzung wird ein bewusster Umgang mit diesen Apps vermittelt.

Termine: 2. Mai, 3. Mai, 7. Mai., 8. Mai; jeweils 9-12 Uhr;
empfohlen ab Klasse 8


You’ll never walk alone

Diskriminierung ist ein gesellschaftliches Problem, das sich auch im Fußballstadion zeigt. Ob es rassistische, homophobe oder sexistische Aussagen sind, fast jeder Stadionbesucherin hat schon Beleidigungen gegenüber Fans, Teams oder Schiedsrichter*innen miterlebt oder wurde selbst beleidigt. Das Diskriminierungsmotiv: „Wir gegen die anderen“. Darüber wollen wir gemeinsam diskutieren.

Termine: 21. Mai, 22. Mai, 23. Mai, 24. Mai; jeweils 9-12 Uhr;
empfohlen ab Klasse 8


Der 12. Mann

Fußball und seine Fankultur sind vielseitig, und für den Laien ist es schwierig, verschiedene Begrifflichkeiten und Gruppen zu differenzieren. Mit den Teilnehmenden werden die Bedeutungen und die Diversität von fußballbezogenen Jugendkulturen wie Ultras und Hooligans erarbeitet.

Termine: 28. Mai, 29. Mai, 31. Mai; jeweils 9-12 Uhr;
empfohlen ab Klasse 8

Darüber hinaus bietet das Deutsche Sport & Olympia Museum folgende weitere Angebote im Stadion der Träume an:


Nachhaltigkeit und Klimaschutz durch Sport
Die Begriffe Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind uns inzwischen geläufig. Aber was steckt eigentlich dahinter? Warum muss man das Klima schützen? Wer trägt welche Verantwortung? Und was hat Sport mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu tun? Im Workshop werden diese Fragen beleuchtet und niederschwellige Zugänge zu der komplexen Thematik der Nachhaltigkeit geschaffen.

Termin: 27. Mai; 9-12 Uhr; empfohlen ab Klasse 5 bis 9 (Gymnasium) bzw. 10.

Themenführung
„König*in Fußball“

Der Fußball bewegt die Massen, transportiert Emotionen, ist Megaevent und sorgt täglich für Schlagzeilen und Diskussionen. Es ist eine sportliche Erfolgsgeschichte, wenn man bedenkt, dass unser aller Kernsportart, die einige Enthusiasten vor 150 Jahren aus England importierten, einstmals als „Fußlümmelei“ verunglimpft wurde.
Anlässlich der bevorstehenden Europameisterschaft dreht sich bei uns alles um das runde Leder: Was waren die größten Erfolge im deutschen Fußball? Wie veränderten sich Trikots, Bälle und Fußballschuhe? Wie können auch Menschen mit Sehbehinderung kicken? Und wieso durften die Frauen lange Zeit nicht mitmachen?

Themenführung empfohlen für alle Klassenstufen.
Termin über besucher@sportmuseum.de oder telefonisch unter 0221-33 609 54 buchen.

Theater
„Von Herzen schwul“ mit Thomas Wißmann

Ein humorvoller Auftritt gegen Homophobie. Der Journalist Stefan Weh – alias Thomas Wißmann – recherchiert in einer Schulklasse zum Thema ‚Homophobie‘: Wie nennt man eigentlich Homosexuelle? Wie bewegen sie sich? Und was ist eine schwule Matheaufgabe?
Dabei verlässt der Journalist die Beobachterrolle und erzählt von seinen eigenen Erfahrungen als junger homosexueller Mensch: Die erste Liebe mit Hochgefühl und Enttäuschung, die Auseinandersetzung mit Eltern, Mitschülern, dem Fußballtrainer und dem Ortspfarrer.
Auf witzige, niemals belehrende Art erleben die Zuschauenden Wehs Umgang mit Gewalt, Unverständnis und Ablehnung. Wie gehen wir selbst um mit dem Anderssein der anderen oder mit unserem eigenen Anderssein? Ein Appell für Gelassenheit und Toleranz!

Aufführungen: 17.5. um 9 Uhr, 11 Uhr und 13 Uhr; empfohlen ab Klasse 8
Buchen über stadiondertraeume@sportmuseum.de.

Sehr geehrte Empfängerinnen, liebe Schülerinnen, liebe Eltern,
vor uns liegen in den kommenden Wochen große und kleine Momente des Sports. Darauf freuen wir uns sehr.
Gerne informieren wir über unser Stadion der Träume, ein ambitioniertes Kulturprogramm im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft. Vom 26. April bis zum 2. Juni erwartet Sie und Euch eine Vielzahl spannender Veranstaltungen und museumspädagogischer Aktivitäten. Viele unserer Angebote richten sich explizit an Schülerinnen und Schüler. Dazu laden wir Sie und Euch sehr herzlich ein.
Im Folgenden sind einige Programmpunkte des Stadions der Träume aufgeführt. Macht gerne mit!
Mit freundlichen Grüßen
Euer Team des Deutschen Sport & Olympia Museums

Offizielle Mail des Deutschen Sport & Olympia Museums

Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Kölner Fanprojekt wieder an dem „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ rund um den 27. Januar, den Tag der Befreiung Auschwitz.

Der „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ wird ins Leben gerufen durch die Initiative „!Nie wieder“.

Vor dem Hintergrund der Terrorangriffe am 07. Oktober 2023 stellt der diesjährige Erinnerungstag das Thema „Antisemitismus“ in den Vordergrund, denn „Nie wieder ist jetzt!“. Die „!NieWieder“-Kampagne läuft in diesem Jahr vom 15. Januar bis zum 22. Februar. Dieser Zeitraum soll dafür genutzt werden, dass die Vereine den Resonanzraum im Stadion nutzen und durch Choreografien, Banner oder auch Stadiondurchsagen auf das Thema aufmerksam machen.


Workshop der FC-Stadionakademie

Im Zuge dessen haben wir beim Heimspiel am 20. Januar in unserem Lernort Stadion, der FC-Stadionakademie zusammen mit Zweitzeugen e.V. und Zusammen1 einen Workshop mit Kölner & Dortmunder Jugendlichen durchgeführt, in welchem diese über die verheerenden Folgen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft sensibilisiert wurden.

Im Anschluss besuchten die Jugendlichen zusammen die Bundesliga Partie 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Foto: Thorsten Friedrich

Bildungsfahrt zum Anne-Frank-Haus

Das Kölner Fanprojekt besuchte zudem zusammen mit der FC Stiftung und Carsten Wettich, dem Vizepräsidenten des 1. FC Köln, und 20 interessierten FC Fans das Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Neben der obligatorischen Audioguide-Führung durch das Haus, in dem sich Anne Frank über zwei Jahre lang mit ihrer Familie versteckt hielt und ihre Tagebücher schrieb, gab es vorab von Mitarbeitende des Anne-Frank-Hauses eine kleine thematische Einleitung und einen Einblick in das Engagement des Anne-Frank-Hauses im Kampf gegen Antisemitismus im Fußball in den Niederlande.

Die Zunahme antisemitischer Vorfälle ist alarmierend und erfordert eine entschlossene Antwort. Es ist wichtig, gemeinsam ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Akzeptanz zu setzen. Die Geschichte von Anne Frank lehrt, wie wichtig es ist, die historischen Wurzeln des Holocausts nicht zu vergessen und gegen Hass und Vorurteile einzustehen.  

Amsterdam ist eine Stadt mit langer Geschichte, die bis in die dunkelsten Tage des 20. Jahrhunderts zurückführt. Das Anne-Frank-Haus ist nicht nur ein Museum, sondern auch ein Mahnmal für die schmerzhafte Geschichte des Holocausts. Das Museum ist der Ort an dem Anne Frank und ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs mehr als zwei Jahre lang lebten – und wo sie ihre berühmten Tagebuchaufzeichnungen verfasste. Die Authentizität und emotionale Tiefe dieses Ortes sind eindrucksvoll.  

Abgerundet wurde die Bildungsfahrt durch eine gemeinsame Einkehr ins Pannekoekenhuis.

Hier findet ihr den Bericht der FC-Stiftung

Die Geschichte der Jüdin Anne Frank und ihrer Familie, die sich ab 1942 für zwei Jahre in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den Nationalsozialisten versteckte, ist so bekannt, wie sie berührt. Hier schrieb Anne Frank ihr weltberühmtes Tagebuch, bevor sie von den Nazis entdeckt und ermordet wurde. Anne wurde mit ihrer Familie erst nach Auschwitz und dann ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Ihr Vater war der Einzige der Familie Frank, der das Konzentrationslager überlebte. 1947 veröffentlichte er das Tagebuch 1947 seiner Tochter Anne.


#WeRemember

Ferner beteiligt sich das Kölner Fanprojekt ebenso an der Kampagne #WeRemember Kampagne des World Jewish Congress. Der WJC hat die #WeRemember-Kampagne 2017 gemeinsam mit der UNESCO für das Gedenken an den Holocaust rund um den 27. Januar ins Leben gerufen. Auch Fußballteams der 1. und 2. Bundesliga haben sich in den letzten Jahren bereits an der Kampagne beteiligt und ihre Reichweite dafür genutzt, auf die Notwenigkeit der Erinnerung aufmerksam zu machen. Unter den 6 Millionen Opfern des Holocaust waren auch zahlreiche jüdische Sportlerinnen und Sportler und auch deswegen senden wir als Kölner Fanprojekt die Botschaft #WeRemember.

Der „20. Erinnerungstag im deutschen Fußball“ unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“ ist eine Erfolgsgeschichte für Mitmenschlichkeit und für die Stärkung der Demokratie in Deutschland, Europa und weltweit.

Wir suchen Dich als Sozialpädagogen*in oder Sozialarbeiter*in mit staatl. Anerkennung in Teilzeit (ab 19,5 Std.) oder Vollzeit in unserem sozialpädagogischen Fußball-Fanprojekt ab dem 01.02.2024.

Die Stelle ist vorerst befristet auf 1 Jahr mit der Möglichkeit auf unbefristete Weiterbeschäftigung.

Innovative, partizipative und bedarfsorientierte offene Kinder- und Jugendarbeit ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Teil unseres gemeinnützigen Auftrages. An zwanzig Standorten in acht Kölner Stadtbezirken sowie im sozialpädagogischen Fußball-Fanprojekt der Stadt Köln setzen sich unsere mehr als 160 Mitarbeiter*innen dieses Fachbereiches zielorientiert und mit sehr großem Engagement für die vielfältigen Bedürfnisse junger Menschen ein. Das Kölner Fanprojekt arbeitet nach den Grundlagen des SGB VIII und dem „Nationalen Konzeptes für Sport und Sicherheit“ (NKSS). Es stellt eine besondere Art der Jugend- und Sozialarbeit dar und ist eine unabhängige Einrichtung der Jugendhilfe. Der Fokus richtet sich besonders auf jugendliche Fans zwischen 14 und 27 Jahren. Es versteht sich selbst vornehmlich als anerkannte Instanz der Interessenvermittlung und arbeitet hauptsächlich präventiv.

Alle Details zur Stellenbeschreibung findest du in der Galerie oder hier: https://www.jugz.eu/job/paedagogische-fachkraft-fanprojekt/

Ferienfreizeit auf den Kanarischen Inseln

Um die kalte und usselige Winterpause zu verkürzen haben wir uns mit zehn jungen erwachsenen FC Fans auf der kanarischen Insel Fuerteventura im Atlantik für eine kleine Ferienfreizeit inkl. Surfkurs einquartiert.

Eine Woche lang verweilten wir im Süden der Insel, konnten kanarische Kulinarik kennenlernen, Sonne tanken und täglich bei unserem täglichen Surfkursen professionell angeleitet die Basic Surfskills erproben und in wilden Wellen toben.

Ein rundum gelungener Jahresauftakt!

Thomas Lükewille, Teamleitung des Kölner Fanprojekts zum 1. Vorsitzenden gewählt

v.l.n.r.: Stella Schrey, Lara Schmitz, Thomas Lükewille, Melina Blumtritt, Miriam Hamid-Beißner, Edo Schmidt, Markus Mau

Meldung der LAG Fanprojekt NRW e.V.

Turnusmäßig fand im Dezember in den Räumlichkeiten der DGB-Bildungsstätte in Hattingen die Mitgliederversammlung der LAG Fanprojekte NRW e.V. statt, in dessen Rahmen auch die verschiedenen Ämter im ehrenamtlichen Vorstand neu besetzt wurden. Durch das altersbedingte Ausscheiden des langjährigen 1. Vorsitzenden Ralf Zänger (Fanprojekt Bochum) stand zum ersten Mal seit Gründung der LAG ein Wechsel auf dieser Position an, des weiteren traten die Vorstandsmitglieder Sebastian Feis (Kassenwart/Fanprojekt Aachen) und Ulf Martin (Kölner Fanprojekt) nicht zur Wiederwahl an.

In den der LAG angeschlossenen Standorte versammeln sich glücklicherweise viele engagierte und hoch qualifizierte Fachkräfte, sodass wir auch nach der Vorstandswahl am 13.12. wieder einen sehr gut besetzten Vorstand haben, den wir hier gerne vorstellen möchten.

  • Thomas Lükewille – 1. Vorsitzender – Kölner Fanprojekt
  • Markus Mau – 2. Vorsitzender – Schalker Fanprojekt
  • Edo Schmidt – Kassenwart – FanPort Münster
  • Miriam Hamid-Beißner – Fanprojekt Bielefeld
  • Stella Schrey – BAG-West-Sprecherin – Fanprojekt Dortmund
  • Lara Schmitz – Fanprojekt Wuppertal
  • Melina Blumtritt – Fanprojekt Krefeld

Wir danken den Kollegen Zänger, Feis und Martin für die wertvolle und vor allem ehrenamtlich geleistete Arbeit und stellen freudig fest: #thefutureisfemale